Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland ist angesichts der Spannungen mit Russland und des neuen Wehrdienstes stark gestiegen. Von Januar bis August 2026 gingen beim zuständigen Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) 12.102 Anträge ein, wie eine Sprecherin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Freitag sagte. Im gesamten Jahr 2025 waren es 3879 Anträge, 2024 lag die Zahl bei 2249. Im Vergleich zu 2025 hat sich die Zahl für dieses Jahr bereits verdreifacht. Anträge auf Kriegsdienstverweigerung können nicht nur aktive Soldaten und Reservisten stellen, sondern auch Zivilisten, die bislang keinen Wehrdienst geleistet haben. Entsprechende Beratungsstellen verzeichnen dem Bericht zufolge einen wachsenden Zulauf. Die Sprecherin des Bundesamtes betonte, das im Grundgesetz verankerte Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen bestehe weiterhin. Ein Antrag muss unter anderem eine ausführliche persönliche Begründung für die Gewissensentscheidung enthalten.